Lebensmittel-Labels sind ein nützliches Hilfsmittel für den Einkauf von umweltverträglich hergestellten Nahrungsmitteln.
Der
WWF und die Stiftung für Konsumentenschutz (
SKS) haben eine Liste herausgegeben mit Labels, die sie aus umweltschützerischer und ethischer Sicht für besonders empfehlenswert halten.
Besonders empfehlenswerte Labels für Gemüse-Produkte:
- Bio-Knospe
- M-Bio
- Coop NATURAplan
- Bio Domaine
- Demeter
Besonders empfehlenswerte Labels für Fleisch-Produkte:
- Bio-Knospe
- KAG-Freiland-Sonne
- fidelio
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- Bio-Knospe:
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Die Bio-Knospe ist das Label der Vereinigung Schweizer Bio-Landbauorganisationen (Bio-Suisse). Mit der BIO SUISSE-Knospe werden Inlandprodukte gekennzeichnet, die nach Bio-Richtlinien hergestellt wurden.
Ausländische Bioprodukte, die ebenfalls den BIO SUISSE-Richtlinien genügen, werden mit der Knospe (ohne SUISSE) versehen.
- M-Bio:
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Migros-Bio-Produktion ist die Biolinie der Migros.
Für die Schweizer Bioproduzenten sind die Richtlinien gleichwertig mit jenen der BIO SUISSE.
- Coop NATURAplan:
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Coop NATURAplan ist das Label der Coop für Produkte (Gemüse und Früchte sowie Milch und Milchprodukte), die aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft stammen und den Richtlinien der BIO SUISSE genügen.
Für Fleisch, das mit dem Coop NATURAplan-Label versehen ist, werden als Mindestanforderung die so genannte kontrollierte Freilandhaltung und tierfreundliche Stallsysteme verlangt.
- Bio Domaine:
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Unter der Marke Bio Domaine werden Produkte angeboten, die ausschliesslich mit dem Label Bio-Knospe ausgezeichnet sind.
Fleisch und Eier sind zum Teil zusätzlich mit der KAG-Freiland-Sonne deklariert.
- Demeter:
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Demeter ist das Label des Produzentenvereins für biologisch-dynamische Landwirtschaft (Demeter Schweiz).
Der Demeter-Verband ist Mitglied bei BIO SUISSE.
- KAG-Freiland-Sonne:
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Die KAG-Freiland-Sonne ist das Label der Konsument/innen-Arbeitsgruppe für tier- und umweltfreundliche Nutztierhaltung (KAGfreiland).
Diese Organisation ist Pionierin für die konsequente Freilandhaltung von Tieren.
- fidelio:
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fidelio-Fleisch erfüllt sowohl die Kriterien der BIO SUISSE als auch jene der KAG.
Der Vollständigkeit halber folgen nun noch Beschreibungen von sehr häufig anzutreffenden
Labels, die zwar die strengen Bio-Richtlinien nicht ganz erfüllen, aber dennoch eine deutliche Verbesserung gegenüber der konventionellen Produktion garantieren:
- IP SUISSE:
- Obst, Gemüse und Kartoffeln mit dem IP Label stammen aus Betrieben, die - was den Pflanzenbau anbelangt - integriert bewirtschaftet werden.
- Agri Natura:
- Unter der Marke Agri Natura werden Kartoffeln, Brot und Mehl aus integrierter Produktion verkauft. Für die Tierhaltung sind die Vorschriften der Tierschutzverordnung einzuhalten.
- Natura Beef:
- Natura Beef ist das Label der Schweizerischen Vereinigung der Ammen- und Mutterkuhhalter (SVAMH) und wird für Kalb- und Rindfleisch vergeben, welches nach den Richtlinien der SVAMH produziert wurde.
- Bell Natura Porc:
- Die Bell-Metzgereien verkaufen in ihren Filialen Bell Natura Rind-, Kalb-, und Schweinefleisch (Natura Porc). Das restliche Angebot kommt aus konventioneller Produktion.
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Kriterien, die alle Labels (z.B. also auch IP) erfüllen müssen:
- Der Betrieb muss mindestens 5% ökologische Ausgleichsfläche aufweisen.
- Chemisch-synthetische Mittel zur Bodendesinfektion sind verboten.
- Die Krautvernichtung bei Kartoffeln muss ohne chemische Behandlung erfolgen.
- Für die Lagerung dürfen keine chemischen Keimhemmungsmittel eingesetzt werden.
Kriterien, denen nur jene Labels genügen, die als besonders empfehlenswert eingestuft wurden:
- Die Düngung darf nur organisch erfolgen (Verbot von Kunstdünger).
- Krankheiten und Schädlinge müssen mit biologischen Mitteln bekämpft werden (Verbot von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln; Kupfer- und Schwefelpräparate sind beschränkt zugelassen).
- Unkraut darf nur mechanisch bekämpft werden.
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Bei der Tierhaltung hängen die Richtlinien der Labels von der jeweiligen Tierart ab. So existieren beispielsweise Kriterien für Milchviehhaltung, Kälber- und Rindermast, Schweinehaltung, Legehennenhaltung oder Pouletmast.
Ganz allgemein bringt eine artgerechte Tierhaltung eine Reihe von Vorteilen:
- Besserer Gesundheitszustand:
Die Tiere leiden weniger an Krankheiten.
- Weniger Arbeit für die Bauern:
Laufställe für Kühe weisen deutliche arbeits- und betriebswirtschaftliche Vorteile gegenüber Anbindehaltung auf; die weniger arbeitsintensive Vollweide ist gegenüber der Stallfütterung kostengünstiger.
- Geringere Investitionskosten:
Die Investitionskosten für tierfreundliche Laufställe sind meist geringer als die herkömmlichen, nicht tiergerechten Aufstallungssysteme.
- Besserer Verdienst:
Label-Produkte lösen auf dem Markt einen höheren Preis.
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WWF (Hrsg.) (1997).
Fleisch: Produktion und Konsum: In Zukunft verträglich.
Zürich: WWF.
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WWF & Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) (Hrsg.) (1998).
Bio, IP, Tiergerecht: Labels für Lebensmittel.
Zürich: WWF & SKS.
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